Westernreiten in Thüringen

Viele denken beim Wort Westernreiten an wilde Cowboys, Kandaren und Sporen. Diese Vorurteile können wir schnell widerlegen: Bei uns steht der „Partner Pferd“ im Vordergrund, gemeinsam teilen wir die Leidenschaft für faires und verständliches Reiten. Die Pferderasse ist bei uns egal. Gemeinsam organiseren wir Turniere und andere Veranstaltungen. Aber die EWU Thüringen bietet noch mehr.

Unser Landesverband, die EWU Thüringen, gehört zum Bundesverband „Erste Westernreiter Union“ Deutschland. Wir bieten in ganz Thüringen zahlreiche Treffpunkte und Aktivitäten rund um das Westernreiten an. Unsere Mitglieder treffen sich regelmäßig in ganz Thüringen zum Erfahrungsaustausch, verabreden gemeinsame Aktionen, Ausritte, Wanderritte oder Fortbildungen für Pferd und Reiter. Turniere und Reiterspiele gehören ebenfalls zu unseren Aktivitäten. Kurz: die EWU Thüringen ist der richtige Verein für alle Westernreiter in Thüringen, die auf der Suche nach Gleichgesinnten sind. Viele unserer Veranstaltungen sind offen auch für Nicht-Mitglieder. Am besten kommt ihr einfach mal vorbei, dann lernen wir uns auch persönlich kennen.

Wissenswertes zu unserer Reitweise

Falls Westernreiten für euch noch sehr neu ist, haben wir noch einige wichtige Informationen für euch zusammengestellt. Bei Fragen könnt ihr uns natürlich gerne kontaktieren!

Das Westernreiten kann mit jedem Pferd ausgeübt werden. Da ist es egal ob man ein großes oder ein kleines Pferd oder einen Haflinger, Araber oder Kaltblüter besitzt. Ein Pferd, was Western ausgebildet werden soll, stellt hohe Anforderungen, denn es muss intelligent, sensibel, nervenstark, vielseitig und sicher im Gelände sein und vollstes Vertrauen zum Reiter besitzen. Der Cowboy stellte damals hohe Ansprüche an sein Pferd, z.B. es musste schnell sein um ein davon stürmendes Rind wieder einfangen zu können. Ein gutes Pferd erleichterte dem Cowboy die Arbeit und war seine Lebensversicherung. Deshalb verwenden wir gerne Pferderassen, die sowohl physisch als auch psychisch diese Anforderungen leicht erfüllen, wie z.B. Quarter Horse, der Appalossa und das Paint Horse.

Gerne reiten wir einhändig, denn der „Cowboy“ braucht eine freie Hand, etwa um Rinder mit dem Lasso zu fangen oder mal eben das Koppeltor zu öffnen. Solche Aufgaben bilden auch die Grundlagen für verschiedene Turnierprüfungen. Das Pferd wird hauptsächlich mit Gewichtsverlagerungen und Stimmhilfe geritten, Zügel und Bein unterstützen dabei. Insgesamt achten wir auf minimale Hilfen, denn Cowboy und Pferd brauchen ihre Kräfte, um lange Strecken und komplexe Aufgaben zu lösen.

Turniersport im Westernreiten – Disziplinen und Voraussetzungen

Der Turniersport für Westernreiter ist sehr vielfältig und umfangreich. Wir bieten Wettbewerbe für Jugendliche und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene. Unsere Veranstaltungen decken alle Leistungsstände von Reiter und Pferd ab, so das für jeden etwas dabei ist. Hier findet ihr Informationen zu den wichtigsten Prüfungen:

Pleasure:

Die Pleasure zu deutsch Vergnügen soll die Harmonie zwischen Mensch und Pferd wieder spiegeln. Diese Disziplin wird nach der Gangqualität, Manier und Gebäude des Pferdes bewertet. Die Pferde sollten an einem losen Zügel mit leichtem Kontakt und Kontrolle vorgestellt werden. In der Prüfungen werden die Gangarten Walk (Schritt), Jog (Trap), moderate extension of the Jog (eine Verstärkung der Traps), Lope (Galopp), Lope with forward motion (Verstärkung des Gallops) und Back (Rückwärts) vorgestellt.

Western Horsemanship:

Hier stehen die Leistungen des Reiters im Vordergrund. Bewertet werden Hilfengebung und der korrekte Sitz. Vor allem geht es in der Horsemanship darum, wie man mit dem Pferd harmoniert und Aufgaben auf dem Punkt genau ausführt.

Trail:

Dies ist eine Prüfung wo Reiter und Pferd gemeinsam Hindernisse bewältigen müssen. Hierbei ist Vertrauen und Nervenstärke gefordert. Es sind Aufgaben dabei wie z.B. der Reiter muss mit dem Pferd ein Tor öffnen, eine Brücke passieren und Stangenaufgaben bewältigen. Hier ist Geduld gefragt.

Reining:

Die Reining ist eine sehr anspruchsvolle Prüfung, denn sie wird weitgehend im Galopp geritten. Hierzu brauchen wir ein  sehr gut ausgebildetes Pferd.  Es werden schnelle Manöver, wie Sliding Stops (gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus vollem Galopp), Spins (schnelle 360° Drehungen), Roll-Backs (180° Grad Wendung auf Hinterhand) und Tempowechsel im Galopp verlangt. Diese Manöver sind von der früheren Rinderarbeit abgewandt.

Showmanship at Halter:

Bei dieser Disziplin wird das Pferd nicht geritten sondern an der Hand vorgestellt. Es wird bewertet ,wie das Pferd sich im Schritt und Trap zeigt und sich korrekt aufstellt. Der Pflegezustand von Pferd, die Ausrüstung und Kleidung des Vorstellers werden ebenfalls in die Bewertung einbezogen. Es soll ein Harmonisches zusammen Spiel von Pferd und Vorsteller sein. Diese Disziplin wurde speziell für Jugendliche eingeführt, es können aber auch Erwachsene teilnehmen.